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Lünendonk-Studie 2025: Sicherheitsbranche wächst und digitalisiert
Ricarda Schmidt
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11.02.2026
Die Lünendonk-Studie „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland" ist die wichtigste Branchenanalyse für den deutschen Sicherheitsmarkt. Die Ausgabe 2025, veröffentlicht im Oktober, hat zwei zentrale Botschaften: Der Markt wächst weiter – aber er verändert sich grundlegend.
Die Top-25-Sicherheitsdienstleister erzielten 2024 ein Umsatzwachstum von 7,5 Prozent auf insgesamt 5,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig setzen bereits 50 Prozent von ihnen auf Robotik oder digitale Lösungen. 86 Prozent erwarten, dass die Nachfrage nach integrierten Sicherheitsdienstleistungen in den nächsten fünf Jahren weiter steigt.
Was bedeutet das für mittelständische Sicherheitsdienste, die nicht zu den Top 25 gehören?
Die Zahlen der Lünendonk-Studie: Wohin der Markt sich bewegt
Die Studie analysiert die 50 führenden Sicherheitsdienstleister in Deutschland, die zusammen einen Umsatz von 5,9 Milliarden Euro erwirtschaften – das entspricht 44 Prozent des Gesamtmarktes.
Wachstum:
| Zeitraum | Umsatzwachstum (Top 25) |
|---|---|
| 2023 | 12,2% (Sondereffekte) |
| 2024 | 7,5% |
| 2025 | 7,1% |
| 2026 (Prognose) | 7,5% |
| 2027–2029 (Prognose) | Ø 8,5% |
Das Wachstum 2025 ist moderater als das Ausnahmejahr 2024, aber die langfristige Tendenz zeigt nach oben. Für die kommenden Jahre prognostiziert die Branche sogar eine Beschleunigung auf durchschnittlich 8,5 Prozent.
Personal:
Der Personalbestand wuchs um 2,2 Prozent bei den Top 25 (3,4 Prozent branchenweit). 108.000 Mitarbeiter arbeiten bei den analysierten Unternehmen, im Schnitt 2.150 pro Dienstleister. Die Personalfluktuation liegt bei 11,9 Prozent – das heißt: Fast jeder achte Mitarbeiter geht innerhalb eines Jahres.
Für einen mittelständischen Sicherheitsdienst mit 200 Mitarbeitern bedeutet 11,9 Prozent Fluktuation: rund 24 Mitarbeiter pro Jahr neu einarbeiten. Die Frage, wie schnell neue Mitarbeiter produktiv werden können, wird damit zur betriebswirtschaftlichen Kernfrage.
Integrierte Sicherheitsdienstleistungen – was Auftraggeber heute erwarten
70 Prozent der befragten Anbieter geben an, integrierte Sicherheitsdienstleistungen anzubieten. 86 Prozent erwarten steigende Nachfrage in den nächsten fünf Jahren. Aber was heißt „integriert" konkret?
Lünendonk beschreibt einen Wandel: Auftraggeber wollen keine isolierten Einzelleistungen mehr – hier den Wachdienst, dort die Alarmanlage, woanders die Dokumentation. Sie erwarten, dass ein Dienstleister die Gesamtverantwortung übernimmt: Personal, Technik und Prozesse aus einer Hand.
Die Studie nennt vier Technologiekategorien, die diese Transformation treiben:
- Digitale Zutrittskontrollen
- Vernetzte Leitstellen mit Echtzeit-Überblick über alle Objekte
- Mobile Einsatz- und Dokumentationssysteme für Rundgänge und Vorfallserfassung
- Intelligente Videoanalyse
Für die Sicherheitsbranche, die bisher vor allem auf Personalstärke setzt, ist das ein Strategiewechsel. Der reine Mannstunden-Verkauf wird zum Commodity. Wer sich differenzieren will, muss Technologie und Dokumentation in sein Angebot integrieren.

Digitalisierung: Die Hälfte der Top 25 ist schon da
Die Studie zeigt eine klare Zweiteilung: 50 Prozent der Top-25-Unternehmen setzen bereits auf Robotik oder digitale Lösungen im laufenden Betrieb oder in Pilotprojekten. Die andere Hälfte noch nicht.
Entscheidend ist, was die Auftraggeber dazu sagen:
| Auftraggeber-Erwartung | Anteil |
|---|---|
| Erwarten Kosteneinsparungen durch Digitalisierung | 67% |
| Erwarten mehr Transparenz | 52% |
| Akzeptieren Robotik als Alternative | 29% |
| Fordern technische Lösungen aktiv ein | 27% |
67 Prozent der Auftraggeber erwarten also Kosteneinsparungen – nicht als vages Versprechen, sondern als messbares Ergebnis. Und 52 Prozent wollen Transparenz: die Möglichkeit, jederzeit nachzuvollziehen, was vor Ort passiert.
Genau hier kommt professionelle Sicherheitsdienst-Software ins Spiel. Ein Wächterkontrollsystem wie COREDINATE dokumentiert jeden Rundgang, jedes Ereignis und jede Schicht digital und in Echtzeit – genau die Art von Transparenz, die Auftraggeber laut Lünendonk-Studie einfordern.
Die Stimmung: Optimismus bei Technik, Skepsis bei reinen Wachdiensten
Die Studie fragt auch nach der Einschätzung der Anbieter selbst:
| Segment | Sehr optimistisch | Gut aufgestellt |
|---|---|---|
| Sicherheitstechnik | 38% | 53% |
| Klassische Dienste | 8% | – |
Bei Sicherheitstechnik sind 38 Prozent sehr optimistisch, 53 Prozent sehen sich gut aufgestellt. Bei klassischen Sicherheitsdienstleistungen – also dem reinen Wachdienst – sind nur 8 Prozent sehr optimistisch.
Die Botschaft ist deutlich: Wer nur Leute schickt, hat es zunehmend schwer. Wer Leute und Technologie bietet, sieht die Zukunft positiv.
Was die Lünendonk-Studie für mittelständische Sicherheitsdienste bedeutet
Die Lünendonk-Studie analysiert die Großen der Branche. Aber die Trends treffen den Mittelstand genauso – oft sogar härter.
Personalfluktuation von 11,9 Prozent trifft ein 50-Mann-Unternehmen existenzieller als einen Konzern mit 5.000 Mitarbeitern. Jeder Abgang kostet Einarbeitung, Kundenkontinuität und Wissen.
Auftraggeber erwarten Transparenz – auch von kleineren Dienstleistern. Ein kommunaler Auftraggeber, der die Bewachung seiner Liegenschaften ausschreibt, fragt heute nach digitaler Dokumentation. Nicht weil er es in der Lünendonk-Studie gelesen hat, sondern weil sein Vergaberecht es verlangt.
Die 67-Prozent-Zahl ist ein Verhandlungsargument. Wenn zwei Drittel der Auftraggeber Kosteneinsparungen durch Technologie erwarten, wird es schwer, mit Papier-Wachbuch und Excel-Dienstplan als professionell wahrgenommen zu werden.
Für mittelständische Sicherheitsdienste heißt das: Die Investition in ein digitales Einsatz- und Dokumentationssystem ist keine Zukunftsmusik mehr. Sie ist die Eintrittsvoraussetzung, um bei Ausschreibungen weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.
Fazit: Sicherheitsbranche zwischen Wachstum und Digitalisierung
Die Lünendonk-Studie 2025 bestätigt, was viele in der Branche spüren: Der Markt wächst, aber er verändert seine Spielregeln. Sicherheitsdienste, die Technologie in ihre Leistung integrieren, sind optimistisch. Wer bei reinem Personaleinsatz bleibt, sieht die Entwicklung kritisch.
COREDINATE ist ein Online-Wächterkontrollsystem mit integrierter Einsatzplanung – entwickelt für genau die Anforderungen, die Lünendonk beschreibt: digitale Rundgangdokumentation, Wachbuch, Zeiterfassung, Dienstplan und ein Kundenportal für Auftraggeber-Transparenz.
Häufige Fragen zur Lünendonk-Studie
Was ist die Lünendonk-Studie für Sicherheitsdienstleistungen?
Die Lünendonk-Studie „Sicherheitsdienstleistungen in Deutschland" ist die wichtigste jährliche Branchenanalyse des deutschen Sicherheitsmarktes. Sie wird von der Lünendonk & Hossenfelder GmbH veröffentlicht und analysiert die 50 führenden Sicherheitsdienstleister nach Umsatz, Personal und Markttrends.
Wie stark wächst die Sicherheitsbranche in Deutschland?
Laut Lünendonk-Studie 2025 erzielten die Top-25-Sicherheitsdienstleister 2024 ein Umsatzwachstum von 7,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Für 2027–2029 wird ein durchschnittliches Wachstum von 8,5 Prozent pro Jahr prognostiziert.
Welche Rolle spielt Digitalisierung in der Sicherheitsbranche?
50 Prozent der Top-25-Sicherheitsdienstleister setzen bereits auf Robotik oder digitale Lösungen. 67 Prozent der Auftraggeber erwarten Kosteneinsparungen durch Digitalisierung, 52 Prozent fordern mehr Transparenz über digitale Dokumentationssysteme.
Was bedeutet die Lünendonk-Studie für mittelständische Sicherheitsdienste?
Die Trends der Studie treffen den Mittelstand besonders hart: 11,9 Prozent Personalfluktuation, steigende Transparenzanforderungen der Auftraggeber und der Wettbewerbsdruck durch technologisch aufgestellte Konkurrenten erfordern Investitionen in digitale Einsatz- und Dokumentationssysteme.
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