Ausbildung Fachkraft Schutz und Sicherheit: NSL im Klassenzimmer
An der Staatlichen Berufsschule Neuburg an der Donau läuft eine praktische Lerneinheit. Eine Gruppe von Auszubildenden zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit hat einen Schulungsraum zum gewerblichen Schutzobjekt umgebaut: Magnetkontakte an den Türen, ein Vorhangbewegungsmelder im Raum, NFC-Kontrollpunkte entlang der Kontrollroute. Eine zweite Gruppe wartet draußen mit dem Auftrag, möglichst unbemerkt ins Objekt einzudringen. Dazwischen sitzt eine Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) und dokumentiert jeden Vorgang im COREDINATE OWKS.
Kurz zusammengefasst: Die Berufsschule Neuburg setzt in der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit das produktive COREDINATE OWKS ein, dasselbe Online-Wächterkontrollsystem, das über 1.300 Sicherheitsunternehmen in Deutschland täglich nutzen. In den Klassen des zweiten Ausbildungsjahres bauten die Auszubildenden eine vollständige NSL auf, sicherten das Schulgelände mit NFC-Kontrollpunkten und Meldern ab und fingen einen simulierten Einbruchsversuch ab. Die Auszubildenden lernen Dokumentationsdisziplin und Lagebeurteilung an Software, mit der sie später im Berufsalltag arbeiten.
Die Schule schließt damit eine bekannte Lücke aus der Personalsuche: Frisch geprüfte Azubis verlassen die Berufsschule häufig ohne praktische Erfahrung mit den Werkzeugen, die sie ab Tag eins im Betrieb bedienen sollen.
Die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Drei Jahre IHK-Ausbildung im dualen System. Inhaltlich bewegt sich der Lehrplan zwischen Rechtskunde (§ 34a GewO, Straf- und Zivilrecht, Datenschutz), Sicherheitstechnik, Brandschutz, Eingreiftaktik und betriebswirtschaftlichen Grundlagen. Bisher kaum vermittelt: der Umgang mit der Software, die in der Branche tatsächlich läuft.
Ein frisch geprüfter Azubi sitzt am ersten Tag im Werkschutz vor einem digitalen Wachbuch, das er noch nie gesehen hat, soll Magnetkontakt-Auslösungen einer Einbruchmeldeanlage interpretieren oder einen Rundgang per NFC-Kontrollpunkt nachweisen. Dass die theoretische Grundlage da ist, hilft im Moment des Anrufs einer Streifenbesatzung wenig. Der Einarbeitungsaufwand fällt zurück auf den Betrieb. Bei den aktuellen Personalproblemen der Sicherheitswirtschaft kann sich kaum ein Betrieb diese Übergangshürde leisten.
Branchensoftware ist nicht für Lehrzwecke konzipiert, und die Lizenzkosten passen selten ins Schulbudget. Die Berufsschule Neuburg arbeitet deshalb mit COREDINATE zusammen und nutzt im Unterricht dieselbe Sicherheitsdienst-Software, mit der Sicherheitsunternehmen bundesweit täglich arbeiten. Die Auszubildenden bedienen die gleiche Oberfläche, dasselbe Wachbuch und dieselben Auswertungen wie ein Mittelständler in München oder ein Werkschutz in Hamburg.
Die Lernsituation: NSL aufbauen, Objekt sichern, Einbruch trainieren
Die Lerneinheit simuliert einen Objektschutz-Einsatz aus der Perspektive beider Seiten. Eine Gruppe übernimmt die Sicherheitsrolle und richtet eine Notruf- und Serviceleitstelle ein. Die andere Gruppe bekommt den Auftrag, das gesicherte Objekt unbemerkt zu überwinden.
Das Schutzobjekt ist das Schulgelände, der Praxisraum gilt als besonders sicherheitsrelevant. Team Sicherheit übernimmt die volle operative Verantwortung. Sie bauen die NSL auf, schalten die Einbruchmeldeanlage scharf, konzipieren Kontrollpunkte und Melder und weisen die Revier- und Interventionskräfte ein. Team Einbruch erhält den Auftrag, sich Zutritt zu verschaffen, ohne erkannt zu werden. Beide Seiten dürfen alles tun, was im realen Einsatz erlaubt wäre. Die NSL läuft währenddessen mit, wertet jede Auslösung aus und dokumentiert jeden Vorgang.
Phase 1: NSL einrichten und Personal einweisen
Eine Notruf- und Serviceleitstelle aufzubauen verlangt weniger Infrastruktur, als der Begriff vermuten lässt. In der Praxis brauchen die Azubis zwei Monitore, einen COREDINATE-Zugang und einen disziplinierten Kopf. Auf den Bildschirmen laufen das Dashboard und die Live-Ereignisse aus der Einbruchmeldeanlage. Die Schüler entscheiden, welche Ereignisse priorisiert werden, wer wann angerufen wird und wie ein Einsatz dokumentiert wird. Was in einem Lehrbuch über Eskalationsketten steht, müssen sie hier in Echtzeit anwenden.
Der Wert dieser Phase liegt in der Friktion. Eine NSL funktioniert nicht, wenn nur eine Person weiß, was zu tun ist. Die Auszubildenden müssen Rollen verteilen, Zuständigkeiten klären und einen Briefing-Workflow für die Außendienstkräfte entwickeln. Falsch priorisierte Lagen zeigen hier sofort ihre Wirkung und vermitteln Lageführung gründlicher als jeder Theorieblock.
Phase 2: Kontrollpunkte und Melder anbringen
NFC-Kontrollpunkte und elektronische Melder werden im Sicherheitsdienst gerne als reine Hardware-Themen behandelt. Im Unterricht werden daraus die zentralen Fragen. Wo wird ein Kontrollpunkt platziert, damit ein Rundgang aussagekräftig ist? Welcher Sensortyp bewacht welchen Raumtyp besser, ein Magnetkontakt am Fenster oder ein Vorhangbewegungsmelder im Innenraum? Wo entstehen Sichtschatten, die ein erfahrener Eindringling ausnutzen würde?
Die integrierte Einbruchmeldeanlage des Schulungsbereichs liefert die Live-Ereignisse direkt in das Wachbuch von COREDINATE OWKS. Magnetkontakt-Auslösungen, Bewegungsmelderalarme, Scharfschaltungen, Unscharfschaltungen, alles erscheint mit Zeitstempel und Auslöser. Die Schüler sehen die Auswirkungen ihrer eigenen Entscheidungen sofort auf derselben Oberfläche, mit der später ihre Schichtleitung im Werkschutz oder in der Leitstelle arbeitet.
Phase 3: Der simulierte Einbruchsversuch
Sobald die Anlage scharf ist und das Team Sicherheit Position bezogen hat, beginnt der eigentliche Test. Die Einbruchsgruppe versucht, sich unbemerkt Zutritt zu verschaffen. Die Verteidiger stützen sich auf Sensorik und Dokumentation, die Angreifer auf Beobachtung, Timing und Improvisation.
Während des Versuchs trainieren die Azubis das abgestimmte Vorgehen der beteiligten Sicherheitskräfte. Am Ende wird das Team „Einbrecher“ detektiert und „der gerechten Strafe zugeführt“, so beschreibt es die Schule. Wichtiger als das Ergebnis ist die Reflexion danach. Welche Entscheidungen waren richtig, welche zu spät, an welcher Stelle hätte eine bessere Sensorik geholfen, wo lag die NSL daneben? Diese Auswertung ist das eigentliche Lernfeld.
Was die Auszubildenden im echten OWKS-Umgang mitnehmen
Auszubildende, die in der Berufsschule mit COREDINATE OWKS gearbeitet haben, kommen im Betrieb nicht ins Schwimmen, wenn das erste Wachbuch geöffnet werden muss. Die Übung trainiert sauberes Dokumentieren, das Lesen von Ereignislisten und den routinierten Umgang mit der Software, die im späteren Berufsalltag läuft. Das verkürzt die Einarbeitungszeit beim Ausbildungsbetrieb.
Dokumentationsdisziplin. Jede Aktion bekommt im Wachbuch Zeitstempel, Mitarbeiter und Objekt. Ein abgebrochener Rundgang ist sofort im System sichtbar. Diese Sichtbarkeit erzwingt eine Genauigkeit, die ein Theorieblock allein nicht vermittelt. Im Streitfall mit einem Auftraggeber zählt der Protokolleintrag, nicht die Schilderung. Diese Disziplin in der Ausbildung anzulegen, zahlt sich im Berufsalltag aus.
Lagebeurteilung in Echtzeit. Ereignislisten lesen, Auffälligkeiten erkennen, zwischen Routinemeldung und echtem Vorfall unterscheiden. Genau das macht die Arbeit in einer Leitstelle aus. Im Klassenraum aufgebaute Reflexe sind ab dem ersten Werkschutz- oder Revierdienst-Job einsatzbereit.
Werkzeugsicherheit vom ersten Tag im Betrieb. Ein Auszubildender, der die Praxisteile seiner Berufsschulzeit bereits an COREDINATE OWKS absolviert hat, sitzt im Probehalbjahr nicht mehr vor einer fremden Oberfläche. Für Geschäftsführer von Sicherheitsdiensten bedeutet das: kürzere Einarbeitungszeiten, weniger Belastung für die Schichtleitung, schnellere Einsatzfähigkeit am ersten echten Auftrag.
Das Wächterkontrollsystem-Schulungs-Set: kostenfrei für die Ausbildung
Die Sicherheitswirtschaft hat ein strukturelles Nachwuchsproblem. Der BDSW berichtet seit Jahren von einer Lücke zwischen offenen Stellen und qualifizierten Bewerbern. COREDINATE entwickelt Software für genau diese Branche. Den Nachwuchs früh an die Werkzeuge des Berufs heranzuführen, hilft mittelfristig der ganzen Branche, und damit auch dem eigenen Geschäft.
Genau dafür gibt es das Wächterkontrollsystem-Schulungs-Set. Schulungseinrichtungen und Dozenten für den Bereich Sicherheit bekommen von COREDINATE:
- kostenfreien Portal-Zugang mit beliebig vielen App-Lizenzen für Demohandys
- Demotafeln im DIN-A4-Format mit drei Kontrollpunkten und Zugangskarte zur realistischen Rundgang-Simulation
- eine PowerPoint-Präsentation zum Thema Wächterkontrollsysteme im neutralen Design
- 10 % Sonderrabatt auf die COREDINATE-Spezialhandys (jedes Android-Handy mit NFC funktioniert ebenso)
- eine kostenlose, kompakte Schulung für die Lehrkräfte
Wichtig: Das Angebot gilt ausschließlich für Schulungszwecke. Der operative Einsatz der Lizenzen ist nicht zulässig.
Was Neuburg gerade vormacht, kann jede andere Schulungseinrichtung mit einer Klasse Fachkraft oder Servicekraft für Schutz und Sicherheit ebenso einrichten. Lehrkräfte und Schulleitungen beantragen das Set direkt über das Antragsformular auf coredinate.de.
Häufig gestellte Fragen
Was lernt eine Fachkraft für Schutz und Sicherheit in der Ausbildung?
Die dreijährige IHK-anerkannte Ausbildung kombiniert Rechtskunde (§ 34a GewO, Straf- und Zivilrecht, Datenschutz), Sicherheitstechnik, Eingreiftaktik, Brandschutz, Erste Hilfe und betriebswirtschaftliche Grundlagen. Im dualen System wechseln sich Berufsschulblöcke mit Betriebsphasen beim Ausbildungsbetrieb ab. Die offizielle Ausbildungsverordnung des BIBB regelt den Rahmenlehrplan. Praktische Inhalte wie der Umgang mit Wachbuch-Software, Einbruchmeldeanlagen oder Kontrollpunktscans sind grundsätzlich vorgesehen, hängen in der Umsetzung aber stark von der jeweiligen Berufsschule und dem Ausbildungsbetrieb ab.
Welche Software wird in der Berufsschule eingesetzt?
Klassisch eher wenig spezialisierte Branchensoftware. Lehrpläne beschreiben Wachbücher, Dienstpläne und Einsatzdokumentation oft auf Papierformularen oder in generischen Office-Anwendungen. Berufsschulen wie Neuburg an der Donau gehen bewusst einen anderen Weg und setzen mit COREDINATE OWKS ein produktives Online-Wächterkontrollsystem ein, das auch in der Privatwirtschaft täglich genutzt wird. Die Auszubildenden werden dadurch mit der gleichen Oberfläche vertraut, die sie später im Betrieb bedienen.
Wie unterscheidet sich die Fachkraft von der Servicekraft für Schutz und Sicherheit?
Die Servicekraft ist eine zweijährige Ausbildung mit Schwerpunkt auf operativen Sicherheitsaufgaben. Die Fachkraft baut ein drittes Jahr auf, das vertiefend Eingreiftaktik, Sicherheitstechnik, Konzeption und betriebswirtschaftliche Themen abdeckt. Zum Fachkraft-Abschluss führen zwei Wege: das dritte Jahr nach bestandener Servicekraft-Prüfung anhängen oder von Anfang an die dreijährige Variante wählen.
Können andere Berufsschulen kostenfrei mit COREDINATE arbeiten?
Ja. COREDINATE stellt Schulungseinrichtungen und Dozenten für den Bereich Sicherheit das Wächterkontrollsystem-Schulungs-Set zur Verfügung: kostenfreier Portal-Zugang, beliebig viele App-Lizenzen für Demohandys, Demotafeln im DIN-A4-Format mit drei Kontrollpunkten, eine PowerPoint-Präsentation, 10 % Sonderrabatt auf Spezialhandys und eine kompakte Schulung für die Lehrkräfte. Lehrkräfte oder Schulleitungen beantragen das Set über das Formular auf coredinate.de. Hinweis: Das Angebot gilt ausschließlich für Schulungszwecke, der operative Einsatz der Lizenzen ist nicht zulässig.
Was bringt der Praxiseinsatz von OWKS in der Ausbildung später im Beruf?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Einarbeitungszeit. Auszubildende, die im Berufsschulteil bereits an COREDINATE OWKS gearbeitet haben, kennen die Logik eines digitalen Wachbuchs, die Bedeutung eines Kontrollpunktscans und den Ablauf einer Ereignismeldung. Sie sind schneller einsatzfähig, machen weniger Eingabefehler und entlasten die Schichtleitung ab dem ersten Tag.
Schulungseinrichtung? Beantragen Sie das COREDINATE-Schulungs-Set kostenfrei
COREDINATE OWKS ist Made in Germany, DSGVO-konform und in über 1.300 Sicherheitsunternehmen täglich im Einsatz. Für den Unterricht stellen wir Schulungseinrichtungen das komplette Schulungs-Set zur Verfügung: Portal-Zugang, App-Lizenzen, Demotafeln, PowerPoint-Lehrmaterial, 10 % Rabatt auf Spezialhandys und eine kostenlose Lehrkräfte-Schulung. Nur für Schulungszwecke, kein operativer Einsatz.
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