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Fachkräftemangel Sicherheitsbranche: BDSW-Zahlen 2026

Leere Umkleidespinde in einem Sicherheitsunternehmen, nur wenige mit Uniformen besetzt
Sicherheitsbranche: 14 Mrd. Umsatz, Fachkräftemangel sinkt
10:04

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) hat im März 2026 seine aktuellen Branchenzahlen vorgelegt. Die Kernbotschaft: Der Umsatz der privaten Sicherheitswirtschaft hat sich in zehn Jahren auf knapp 15 Milliarden Euro verdoppelt, die Beschäftigung erreicht mit 290.871 Mitarbeitern einen Rekordstand. Gleichzeitig sinkt die Zahl der offenen Stellen. Für Sicherheitsdienstleister stellt sich die Frage, was hinter diesen Zahlen steckt und was sie für den operativen Alltag bedeuten.

Kurz zusammengefasst: Die Sicherheitswirtschaft wächst weiter, der Fachkräftemangel zeigt erste Entspannungssignale. Der BDSW sieht bessere Arbeitsbedingungen und Technologieeinsatz als Treiber. Für Dienstleister steigt der Druck, mit knappen Ressourcen professioneller zu arbeiten.

Branchenumsatz verdoppelt: Die Zahlen im Detail

2015 lag der Jahresumsatz der privaten Sicherheitswirtschaft bei 6,96 Milliarden Euro. 2024 waren es 14,02 Milliarden, für 2025 prognostiziert der BDSW 14,75 Milliarden. Das ist ein Wachstum von über 100 Prozent in zehn Jahren.

Parallel dazu hat sich die Unternehmenslandschaft verschoben. Die Zahl der privaten Sicherheitsdienstleister ist auf 4.517 Unternehmen gewachsen. Im Gegenzug hat sich die Zahl der Detekteien von 1.211 auf 666 mehr als halbiert. Der Markt konsolidiert sich: weniger Akteure im Ermittlungsbereich, mehr im operativen Schutz.

Hinter dem Wachstum stehen steigende Anforderungen an Objektschutz, das KRITIS-Dachgesetz und die zunehmende Verlagerung von Sicherheitsaufgaben an externe Dienstleister. Mehr Aufträge bei begrenztem Personalpool verschärfen den Druck auf die operative Effizienz.

Rekordbeschäftigung bei sinkenden Vakanzen

Zum 30. Juni 2025 waren 290.871 Menschen in der Sicherheitswirtschaft beschäftigt, davon 276.987 im Bereich private Sicherheits- und Wachdienste. Das ist der höchste Stand, den die Branche je verzeichnet hat.

Gleichzeitig sinkt die Zahl der offenen Stellen. Im Februar 2026 meldete die Bundesagentur für Arbeit 5.478 unbesetzte Positionen im Wach- und Sicherheitsgewerbe, weniger als in den Vorjahren.

BDSW-Hauptgeschäftsführerin Cornelia Okpara sieht darin ein Ergebnis gezielter Investitionen: Die sinkende Vakanzquote trotz steigender Auftragslage zeige, dass die Branche bei der Arbeitsplatzattraktivität Fortschritte mache, unter anderem durch steigende Tariflöhne, und Stellen schneller besetzen könne. Zusätzlich adressiere die Verzahnung von Technik und Mensch, besonders in der Überwachungs- und Alarmtechnik, zunehmend den Personalbedarf.

Trotzdem bleibt die Personalfluktuation ein Dauerthema. Das Fachmagazin Protector beschreibt ein strukturelles Problem: Mitarbeiter wechseln häufig den Arbeitgeber, und mit jedem Abgang geht objektspezifisches Wissen verloren. Die Folge: Einarbeitung kostet Zeit, Fehlerquoten steigen, Protokolltreue leidet. Bei dünner Personaldecke wiegt das besonders schwer.

Regionale Unterschiede: Wo der Mangel bleibt

Die Entspannung verteilt sich nicht gleichmäßig. Die Vakanzen konzentrieren sich auf wenige Bundesländer:

  • Nordrhein-Westfalen: 1.137 offene Stellen
  • Bayern: 952 offene Stellen
  • Niedersachsen: 489 offene Stellen
  • Berlin: 474 offene Stellen

NRW und Bayern zusammen machen fast 40 Prozent aller offenen Stellen aus. Für Dienstleister in diesen Regionen ist der Fachkräftemangel weiterhin Alltag: Schichten werden umgeplant, Vertretungen springen kurzfristig ein, Disponenten arbeiten mit dünnen Personaldecken.

In Bundesländern mit weniger Vakanzen hat sich die Lage dagegen spürbar entspannt. Ob das an besserem Recruiting, höherer Arbeitgeberattraktivität oder schlicht geringerer Nachfrage liegt, lässt sich aus den BDSW-Zahlen allein nicht ableiten.

Was das für den operativen Alltag bedeutet

Auch das Fachmagazin Der Sicherheitsdienst berichtet: Im operativen Alltag bleibt die zentrale Herausforderung, verfügbare Teams effizient und ausfallsicher über mehrere Objekte zu disponieren. Qualifizierung und bessere Arbeitsbedingungen binden Personal, lösen aber nicht das tägliche Kapazitätsproblem.

Wenn 290.000 Beschäftigte auf 4.500 Unternehmen verteilt sind und die Auftragslage steigt, wird präzise operative Steuerung zum Wettbewerbsvorteil. Drei Bereiche stehen dabei im Vordergrund:

  • Disposition: Welcher Mitarbeiter ist wann an welchem Objekt? Wer springt ein bei Ausfall? Dienstleister, die das per Telefon und Tabellenkalkulation koordinieren, statt mit einer Sicherheitsdienst Software,, verlieren Zeit, die bei dünner Personaldecke nicht vorhanden ist.
  • Dokumentation: Je mehr Objekte ein Team betreut, desto wichtiger wird lückenlose Nachweisführung. Auftraggeber erwarten Echtzeit-Transparenz, keine nachträglich zusammengestellten Berichte.
  • Arbeitszeitmanagement: Häufige Schichtwechsel und Vertretungen erhöhen das Risiko für fehlerhafte Zeiterfassung. Das ist nicht nur ein Organisationsproblem, sondern eine Compliance-Frage: Die dreifache Dokumentationspflicht aus ArbSchG, MiLoG und ArbZG lässt hier keinen Spielraum.

Mit weniger Personal mehr leisten: Wo Verwaltungszeit verschwindet

Wenn jede Fachkraft zählt, darf niemand Stunden mit Aufgaben verbringen, die ein System schneller erledigt. Die größten Zeitfresser im Sicherheitsdienst sind nicht die Rundgänge selbst, sondern die Verwaltung drumherum: Berichte zusammenstellen, Zeiten nachtragen, Kunden über den aktuellen Stand informieren, Dienstpläne per Tabelle koordinieren.

Konkret eliminiert COREDINATE diese Aufwände:

  • Berichte auf Knopfdruck: Die Auswertungen generieren PDF-Reports automatisch aus den erfassten Daten. Niemand muss nach einer Schicht Berichte manuell zusammenstellen oder Zahlen aus verschiedenen Quellen zusammentragen. Was früher Stunden an Innendienstarbeit gebunden hat, erledigt ein Klick.
  • Wachbuch ohne Nacharbeit: Das digitale Wachbuch protokolliert alle Aktivitäten automatisch in Echtzeit: Kontrollpunktscans, Ereignisse, Schichtzeiten. Kein Mitarbeiter muss nach der Schicht Protokolle nachtragen oder handschriftliche Einträge digitalisieren.
  • Zeiterfassung ohne Stundenzettel: Die Zeiterfassung startet automatisch beim Scan eines Kontrollpunkts. Abgeschlossene Schichten werden direkt in die Arbeitszeitverwaltung übertragen. Das beseitigt handschriftliche Stundenzettel, verspätete Abgaben und manuelle Korrekturen in der Lohnbuchhaltung.
  • Kunden informieren sich selbst: Über das Kundenportal sehen Auftraggeber Rundgangstatus und Berichte in Echtzeit. Statt Anrufe entgegenzunehmen und Statusupdates per E-Mail zu verschicken, greifen Kunden eigenständig auf die Daten zu, die sie brauchen.
  • Wissen bleibt im System, nicht im Kopf: Aufgaben sind an Kontrollpunkte gebunden. Beim Scannen zeigt das System automatisch an, was zu tun ist. Wenn ein erfahrener Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, geht das objektspezifische Wissen nicht mit. Neue Kollegen erhalten beim Rundgang dieselben Aufgaben und Checklisten.

"Durch die Umstellung auf COREDINATE konnten wir unsere Prozesse deutlich optimieren, Kosten reduzieren und gleichzeitig wertvolle Ressourcen einsparen. Dadurch kann sich unser Sicherheitsmitarbeiter voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren."

Marco Philipp, Universitätsklinikum Freiburg

In der Summe verschiebt das den Personaleinsatz: Statt Verwaltungsaufwand im Büro fließt die Arbeitszeit in die eigentliche Sicherheitsdienstleistung. Personal, das nicht mehr für Papierkram gebunden ist, steht für Objektschutz, Revierdienst oder Veranstaltungssicherheit zur Verfügung.

Häufige Fragen

Wie groß ist die private Sicherheitswirtschaft in Deutschland?

Der Branchenumsatz lag 2024 bei 14,02 Milliarden Euro, für 2025 prognostiziert der BDSW 14,75 Milliarden. Die Branche beschäftigt rund 290.000 Menschen in 4.517 Unternehmen. Damit hat sich der Umsatz in zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Gibt es noch Fachkräftemangel im Bewachungsgewerbe?

Der BDSW sieht erste Anzeichen der Entspannung: 5.478 offene Stellen im Februar 2026, weniger als in den Vorjahren. Regional gibt es große Unterschiede. NRW (1.137) und Bayern (952) melden weiterhin die meisten offenen Positionen. Der Verband führt die Verbesserung auf bessere Arbeitsbedingungen und Technologieeinsatz zurück.

Wie reagieren Sicherheitsunternehmen auf den Personalmangel?

Laut BDSW setzen Unternehmen auf drei Hebel: bessere Arbeitsbedingungen zur Mitarbeiterbindung, gezielte Qualifizierung und den Einsatz von Technologie. Operative Software wie COREDINATE reduziert den Verwaltungsaufwand pro Mitarbeiter durch automatische Berichterstellung, digitale Zeiterfassung und Echtzeit-Wachbücher. Aufgaben an Kontrollpunkten sichern objektspezifisches Wissen digital, sodass neue Mitarbeiter schneller einsatzfähig sind. In der Praxis bedeutet das: weniger Personal für Administration, mehr für die eigentliche Sicherheitsdienstleistung.

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